Handwerker-Angebote vergleichen: worauf es wirklich ankommt

Ein niedriger Gesamtpreis ist nicht automatisch das beste Angebot. Erst der Blick auf die einzelnen Posten zeigt, ob wirklich dieselbe Leistung verglichen wird.

Material und Arbeitszeit getrennt ausweisen lassen

Ein gutes Angebot trennt Materialkosten von Lohnkosten. Das ist nicht nur übersichtlicher, sondern auch Voraussetzung für den Steuerbonus nach § 35a EStG, der ausschließlich auf Lohnkosten anwendbar ist.

Leistungsumfang genau beschreiben lassen

„Bad sanieren“ ist keine Leistungsbeschreibung, „Entfernung Altfliesen, Neuverlegung 12 m² Fliesen inklusive Abdichtung nach DIN 18534″ schon. Je vager ein Angebot formuliert ist, desto größer das Risiko für spätere Nachtragsforderungen.

Zahlungsplan an Baufortschritt koppeln

Abschlagszahlungen sind bei größeren Projekten normal, sie sollten aber an nachprüfbare Bauabschnitte gekoppelt sein, nicht an Kalenderdaten. Eine hohe Vorauszahlung ohne jede Gegenleistung ist ein Warnsignal, unabhängig davon, wie sympathisch der Betrieb wirkt.

Gültigkeit und Nebenkosten prüfen

Anfahrtskosten, Entsorgungsgebühren und die Gültigkeitsdauer des Angebots gehören ebenfalls dazu. Ein Angebot ohne Enddatum kann später zu abweichenden Preisen führen, wenn sich Materialkosten zwischenzeitlich geändert haben.